Der Frühling ist immer mehr zu spüren und auch die Natur erwacht langsam wieder aus ihrem Winterschlaf. Die ersten Frühlingsblumen erfreuen uns bereits mit ihrer Farbenpracht und die meisten Bäume und Büsche fangen an neue Knospen zu bilden. Dies geschieht zwar alles draußen, aber auch die Zimmerpflanzen merken die Umstellung und brauchen nun etwas Zuwendung. Genauer gesagt brauchen sie neue Nährstoffe, ausreichend Licht und Wasser und natürlich Platz um neue Wurzeln zu bilden. Genau darum geht es auch in diesem Artikel, um das Umtopfen.

Warum eine Pflanze umtopfen?

Das Umtopfen bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Die Pflanze hat mehr Platz für neue Wurzeln um ihren Nährstoffbedarf zu decken
  • Die Wurzeln bekommen durch die neue, lockere Erde mehr Sauerstoff
  • Das Wachstum der Pflanze wird angeregt
  • Der größere Topf kann mehr Wasser speichern
  • Das Verhältnis von Pflanze zu Topf wird optimiert

Wann muss ich eine Pflanze umtopfen?

Das Umtopfen sollte je nach Pflanze alle 1 bis 3 Jahre erfolgen. Um zu wissen, ob auch deine Pflanzen umgetopft werden müssen, kannst du die Pflanze von ihrem Übertopf befreien. Wachsen bereits Wurzeln aus den unteren Löchern heraus, ist es Zeit für einen größeren Topf. Ist dies nicht der Fall, entferne den Untertopf und schaue dir den Wurzelballen genau an: Wachsen die Wurzeln im Kreis um die Erde, ist der Wurzelballen sehr fest, ist der Wurzelballen nicht gleichmäßig feucht oder hat die Pflanze nur wenige neue Wurzeln gebildet, wird es ebenfalls Zeit für einen neuen Topf.

Der Übertopf und Untertopf

Der neue Topf sollte in ca. 20% größer gewählt werden als der Alte. Falls es für deinen neuen Übertopf einen passenden Untertopf gibt, kannst du die nächsten Zeilen überspringen und gleich zum Eintopfen übergehen. Aber was tun wenn es keinen passenden Untertopf für deinen neu gekauften Übertopf gibt, oder nur solche, wo viel zu viel Platz verloren geht. Wie zum Beispiel dieser:
Pflanzen Übertopf ohne Untertopf

Pflanzen umtopfen ohne Untertopf – unser Trick

Der Untertopf ist eigentlich nur dazu da, die Wurzeln vor Fäulnis zu schützen. Dies passiert genau dann, wenn man zu viel oder zu oft gießt. Dadurch sammelt sich unten im Topf das Wasser. Würden die Wurzeln nun direkt in diesem Wasser wachsen, fangen sie an zu faulen. Dies hat zur Folge, dass die Pflanze sich nicht mehr richtig entwickelt und eingehen kann. Verhindert wird das Ganze durch den Untertopf, dieser "trennt" das Wasser und die Erde. Durch die unteren Löcher kann überschüssiges Wasser abfließen und die Pflanze bekommt keine "nassen Füße".

Aber nun zum eigentlichen Problem: besonders bei speziellen Topfformen, gibt es einfach keine passenden Untertöpfe oder nur solche wo viel zu viel Platz verloren geht. Für genau solche Töpfen kann man nun hergehen und die unteren 2-3 cm des Übertopfs mit Steinen, Kiesel, Tonscherben, etc. füllen.

Übertopf gefüllt mit Steinen, Kiesel und Tonscherben

Damit die Erde und dadurch auch die Wurzeln nicht in diese Schicht reinwachsen, kommt nun ein Streifen Unkrautvlies* darüber.

Letzte Aktualisierung am 26.10.2020 um 19:47 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

 

Unkrautvlies in Übertopf

Durch dieses Vlies kann überschüssiges Wasser nach unten abfließen aber die Wurzeln können nicht ins Wasser wachsen und verfaulen. Als nächstes kommt eine Schicht Erde darauf.

Erde auf Unkrautvlies

Das Eintopfen – Anleitung

Nun muss die Pflanze vorbereitet werden. Dazu werden als erstes alle abgestorbenen Triebe und Blätter entfernt. Danach befreit man die Pflanze aus ihrem Untertopf. Durch leichtes klopfen mit der Hand am Wurzelballen wird die alte Erde entfernt. Ist der Ballen schon zu verwachsen können mit einem scharfen Messer die äußersten Wurzeln leicht angeritzt werden. Dies regt außerdem neues Wurzelwachstum an.

Nun kann die Pflanze in den Topf gesetzt und mit Erde bedeckt werden. Die Pflanze sollte nicht tiefer als zuvor eingegraben werden. Außerdem empfiehlt es sich den Topf nur bis zu zwei Zentimeter unterhalb der Oberkante zu füllen, dadurch bekommt man einen sogenannten “Gießrand”. Die Erde sollte nun eingeschwemmt werden. Dazu wird die Pflanze einfach reichlich gegossen, dadurch werden unterirdische Luftlöcher geschlossen, sodass die Pflanze ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Sollte die Erde dabei zu sehr absinken einfach erneut etwas Erde nachfüllen. Je nach Pflanzenart und Nährstoffbedarf sollte beim Umtopfen auch gleich an eine Langzeitdüngung gedacht werden.

Das wars auch schon im groben mit dem Pflanzen umtopfen. Falls ihr das gleiche Problem wie ich hattet, hoffe ich euch eine kleine Inspiration gegeben zu haben. Falls ihr ein anderes Problem habt oder einfach nach neuen Ideen sucht, schaut doch mal unsere anderen Artikel an oder fragt gerne in den Kommentaren 😉
Viele Grüße und bis zum nächsten mal, euer Tobi

FAQs

Wie oft kann oder sollte man Pflanzen umtopfen?

Eine Pflanze sollte, abhängig von Ihrer Größe und Gattung, alle 1-3 Jahre umgetopft werden.

Was muss man beim Pflanzen umtopfen beachten?

Der Topf sollte mindestens 20% größer sein als der alte Topf und die Pflanze sollte nicht tiefer eingegraben werden als zuvor. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, die sensiblen Wurzeln nicht zu verletzen.

Welche Erde zum Pflanzen umtopfen?

Je nach Pflanzenart benötigt man spezielle Nährstoff- und Bodenverhältnisse. Eine qualitativ hochwertige Blumen-/Pflanzerde ist aber meistens der richtige Schritt für schöne und gesunde Pflanzen.

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